03 February 2011

goldenes & göttliches Korn

 
Wenn sich die internationale Gemeinschaft nicht schleunigst daran macht, die Bauern in den ärmeren Ländern zu unterstützen, sich von ihrer Abhängigkeit von den Chemie- und Gentechnologie-Konzerne zu befreien, dann werden unsere Nachfahren noch bitter unter unser Verhalten zu leiden haben.

Dabei bräuchte es gar nicht so viel. Selbst in Ländern, in denen die Regierung fest daran beteiligt ist, die Verbreitung von gen-modifiziertem Saatgut zu verbreiten, müsste man mit internationalen Projekten die einzelnen Bauern dabei unterstützen, sich von den Schulden zu befreien. Schulden, die sie zwingen, die Regeln der Grosskonzerne zu befolgen. Kleine Unterstützungen wurden ausreichen, um den Bauern wieder Autonomie zu beschaffen. Die Selbständigkeit, die über Jahrtausende diesen Beruf geprägt hat. Ausser (welche Überasschung) ein Feudalherr liess alles beschlagnahmen. Doch dies ist eine andere Geschichte. Vielleicht. Nun wird die Selbständigkeit zu Nichte gemacht, und der Bauer muss nun selbst die Esswaren für die eigene Familie und die er selbst anbaut auf dem Markt kaufen!

Womit wird hier überhaupt gespielt?
Der Mensch besteht aus 22'000 Genen,
der Reis aus 55'000.
Reicht das, oder braucht es noch mehr Argumente?

Falls ja, neben dem Film unter dem Keyword "Monsanto", hier ein kurzer Film der die Sache auf den Punkt bringt. "Reis — das goldene Korn" von Eduardo Univazo erzählt vom Reisbauer Bebot Puing, der in der philippinischen Provinz zu wichtigen Erkenntnissen kommt.





Wer kann übrigens daran Interesse haben, aus Reis ein goldenes Korn zu machen? Gold kann man nicht essen. Und doch heisst die Sorte so.