30 January 2011

der Ball

 
Ich weiss inzwischen weshalb für mich Mathematik, Astro-Physik oder andere wissenschaftliche Gebiete nie niemals in Frage kommen würden. Einmal angenommen ich wäre Mathematiker bei einer Versicherungs-Gesellschaft: Man würde mich spätestens am dritten Tag feuern, weil ich anstatt Wahrscheinlichkeits-Algorithmen damit begonnen hätte auszurechnen, wie viele Schadensfälle notwendig sind um das BIP von China zu generieren, oder wie teuer die Rück-Versicherung eines Unternehmens kosten würde, der die Welt ernährt, oder eines das die Welt rettet, wie viele Kriegsschaden-Rückerstattungen es bräuchte um die Armut zu besiegen, usw.

Wie auch immer. Heute bin ich aufgewacht und, neben Igel-Babies hatte ich ein bizarres Bild, dass mir im Kopf herum schwebte. Dieses Bild hatte ich immer wieder, in den letzten Jahren. Und irgendwie führt es mich zu einer Frage an die Welt der Astro-Physik. Nun... Zuerst einmal die Fakten. 1) Es war einmal der Urknall. 2) Das Universum, oder besser gesagt das "Nichts" in dem sich das Universum befindet, ist unendlich. Diese 2 Tatsachen führen zu einer Schluss-Folgerung die so einfach tönt wie sie entweder richtig sein könnte oder kompletter Unsinn.

These A
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Wenn ich einen Stern beobachten kann, der sehr sehr weit von mir im Universum befindet, dann begehe ich eine Zeit-Reise in die Vergangenheit. Theoretisch, also, ist von jedem Punkt des Universums ausgehend, dieser von einem virtuellen Rand umgeben, der dem Zeitpunkt des Urknalls entspricht. Von jedem Punkt des Universums aus kann ich in eine beliebige Richtung reisen und erreiche irgendwann den Punkt, von dem aus eigentlich, in Licht-Geschwindigkeit, das Licht aus dem Ereignis des Urknalls in das Universum verbreitet wird. Müsste das nicht das Ende des Universums sein? Da dieser "Vorhang" aus Licht nur virtuell existiert, was befindet sich dort? Gar nichts spezielles? Oder vielleicht Gott?

These B
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Und umgekehrt. Egal in welche Richtung ich Reise, theoretisch könnte ich mich so weit von meinem Ausgangspunkt entfernt haben, dass ich mich irgendwann in dem Punkt befinde, wo ich das Universum zu dem Zeitpunkt sehen müsste, in dem der Urknall stattfand. Und zwar zumindest in dem Punkt in dem ich mich auf die Reise machte. Umgekehrt also, muss jeder Punkt im Universum auch der virtuelle Punkt des Urknalls sein, wenn ich mich nur genügend weit davon entfernen würde. Ein bisschen wie die Geschichte des Typen der die Welt anhebt, wenn man ihm einen genügend langen Hebel gibt.

These C
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Aus diesen 2 Thesen zusammen entsteht ein mögliches Bild des Universums, dass je nach Betrachtungsweise entweder eine nach innen oder eine nach aussen gestülpte Sphäre ist. Wie eine Maske, die sowohl auf ihrer konveksen wie auch auf der konkaven Seite die Charakteristika eines Gesichts vorweist.



Autor unbekannt




Und hier auch schon einige Fragen.
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Was übersehe ich hier? Die Licht-Geschwindigkeit in Relation zu meiner Fortbewegung? Zumindest bei These B. Aber... Wohin geht das Licht? Das bewegt sich fort, oder? Ist es in der Unendlichkeit verloren? Kann sich so was wirklich in Nichts auflösen? Licht ist Energie? Kann die wirklich verloren gehen? Haben wir nicht gelernt, dass Energie immer wieder entweder zu Materie oder zu anderer Energie wird? Keine Ahnung... Bin, so glaube ich, am Rande meines Denkens gelangt, so kurz nach dem Aufwachen. Und da wär's auch schon: Das Ende dieses Posts. Was sehe ich von hier aus? Und wenn ich zurück blicke, auf den Anfang dieses Posts? Und was ist das jetzt? Befinde ich mich in einem Ball? Oder auf einem Ball? Und jemand tritt diesen mit Füssen? Auaa auaaaa...


Autor unbekannt